Bekky Berg
Book, design & film
 

BUCH

BOOK

Mein erster Roman "Nachtigall - In der Not" wird aufgrund des Studiums voraussichtlich 2020 erscheinen. 2019 hatte mein erster Kurzfilm "Das Möbiusband", bei dem ich auch das Drehbuch geschrieben habe, Premiere.

Bekky Bergs first book "Nightingale" is in work. The German version will be published 2020. In 2017 she has written the screenplay for the shortfall "The Loop".

Ein paar Beispiele hier: 



Kurzgeschichten


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14.06.2019

Außerirdisch

Auf einem weit entfernten Planeten liegt ein kleiner Alien, in einer Wüste, und sieht in die Sterne. Seine Tagträume führen ihn in weite, bunte und glitzernde Galaxien. Näher kommende Schritte reißen ihn heraus.
„Träumst du schon wieder mit offenen Augen?“ sagt die Gestalt, die ihm nun in der Sonne steht. Der Liegende antwortet nicht.
„Deine Träumereien führen ins Nichts.“ fährt die Gestalt fort, „Sie bringen niemanden etwas,...“ die Gestalt legt sich neben ihn auf den Boden, „wenn du sie nicht auch umsetzt.“ Er versucht das, zu, sehen, was sein Freund sieht, doch es gelingt ihm nicht. Die Gestalt sieht nur jede Menge Farben, dessen genauen Namen er nicht einmal nennen kann.
„Aber in der Zeit, kann ich nicht träumen.“
„Aber wenn du träumst, dann bist du nicht hier und wir haben nichts von dir. Findest du das nicht egoistisch?“
„Findest du nicht egoistisch, dass du mich aus meiner Welt reißt?“
Die Beiden sehen sich an.
„Ich will doch nur sehen, was du siehst, fühlen was du fühlst... Manchmal liegst du da und dir laufen die Tränen aus den Augen, aber nicht aus Trauer, nicht wahr? Es ist etwas anderes.“
„Es fühlt sich so echt an.“
„Saugst du eigentlich Menschen aus?“
„Wozu denn das?“
„Um "Es" intensiver zu gestalten“
„Nein. Saugst du welche aus?“
„Meinst du es würde helfen zu sehen, was du siehst?“
„Nein.“

Die Beiden sehen in den Himmel.

An einem anderen Tag sucht die Gestalt seinen Freund in der Wüste an dem Platz, an dem er immer liegt, doch er findet ihn nicht vor. Besorgt geht er zurück in das Dorf, in dem sie leben. Freudig kommt ihm sein Freund entgegen.
„Ich denke ich habe die Lösung!“ Der Alien zieht ihm am Arm in eine Art Werkstatt, in der ihn bittet, auf einem Stuhl platz zu nehmen. Sein Freund holt eine Salatschüssel, an der einige Kabel befestigt sind, die zu einer anderen Salatschüssel führen. Die soll er aufsetzen. Die Andere setzt der Alien sich selbst auf und nimmt daneben auf dem weiteren Stuhl platz.
„Bereit?“
„Aber sowas von.“ freut sich die Gestalt. Sein Freund starrt vor sich hin, dann verschwindet er in einem Tagtraum und reißt die Gestalt mit sich.

Die Beiden kommen in einer apokalyptischen Welt, irgendwo anders im Universum heraus.
„Das ist ja furchtbar.“ stellt die Gestalt fest.
„Es gefällt dir nicht?“
„Ich dachte du träumst dich weg, weil die Realität so schrecklich ist, aber das hier, das ist ja zum Fürchten. Lass mich wieder zurück.“
„Das geht nicht.“
„Wie das geht nicht?“ fragt die Gestalt panisch.
„Ich muss den Traum zu Ende träumen, oder ich werde herausgerissen, von außen.“
„Was passiert denn sonst?“
„Naja, nichts.“
„Dann stopp es doch einfach.“
„Ich weiß nicht, wie das geht.“
„Du nimmst mich irgendwo mit hin, wo du nicht weiß wie wir hier wieder raus kommen.“
„Doch, indem wir den Traum zu Ende träumen.“
„Und woran erkennen wir, das der Traum zu Ende ist?“
„Womit endet jedes Leben?“
„Das sind Dinge von denen ich nicht wusste, dass ich davon keine Ahnung haben will.“
Der Alien träumt, wie er plötzlich eine Pistole in seiner Hand hält und seinen Freund erschießt.

Die Gestalt wacht auf und reißt sich den Helm vom Kopf. „DU hast mich erschossen?“ Rüttelt er an seinem Freund. Dieser wird aus seinen Gedanken gerissen.
„Du wolltest doch raus?“

Die Gestalt springt auf: „Du bist doch verrückt. Diese Träume bringen niemanden etwas. Du kannst da schön vor dich hin, ein hypothetisches Leben nach dem Anderen führen, wie du willst und wir arbeiten hier hart, um dein Maul mit zu stopfen.“
„Ich verstehe nicht ganz, warum du so sauer bist. Ich hab doch versucht es dir zu zeigen. Dich mitzunehmen. Das wolltest du doch oder? Sehen was ich sehe... fühlen was ich fühle.“
„Nun, das habe ich aber nicht. Und vermutlich werde ich das auch nie tun.“ Er verlässt die Werkstatt.
„Ich kann es ja nochmal irgendwie Anders probieren. Das ist doch noch nicht das Ende.“ ruft der kleine Alien ihm hinterher.

Autor: Bekky Berg
Unter: www.patreon.com/BekkyBerg bekommt ihr ab sofort, wöchentlich eine neue Kurzgeschichte.



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